Halloween in Ellerau

kuerbisVerleden Sünnabend weer dat wedder so wiet: Halloween.

Ik sitt in de tweete Etaasch an mien Reekner. Dat pingel an de Huusdöör. Ik stah op. As ik in de eerste Etaasch bün, pingelt dat wedder. Ik roop noch „bün ja glieks dor“. As ik an de Huusdöör bün, bullert dat al.
Dree Kinners in snaaksche Kledaasch sünd an de Döör un hebbt en egen Spröök praat. Tominnst kreativ, denk ik mi. Un se wullt Snoopkraam hebben. Ik segg, maakt wi glieks. Man vörher hebb ik noch en Fraag för jo. Wenn ji dat weten deiht, denn giff ik jo wat. Hüüt is Halloween. Un wat is vundag sünst noch?“ Weiterlesen

Nutiet: die Gegenwart auf Platt

Nutiet_150pxIm Hochdeutschen sind die Verben ein ganzer Zoo von Formen. Im Plattdeutschen ist der Zoo deutlich kleiner. Dafür ist er längst nicht so bekannt. Deshalb gibt es auf lern-platt.de eine kleine Führung durch die Welt der plattdeutschen Verbformen. Nur das wichtigste und das in kleinen Häppchen. Heute fangen wir mit der wichtigsten Zeit an, mit der Gegenwart, dem Präsens bzw. op Platt mit der Nutiet. Weiterlesen

Wortfindungsexpedition: wie heißt der Luchs auf Plattdeutsch?

Lynx_lynx_poing_200pxManche plattdeutschen Wörter sind gut bekannt: Water für hd. „Wasser“. Andere kann man zumindest gut nachschlagen. Zum Beispiel Voss für Fuchs. Auch die Mehrzahl ist kein großes Geheimnis: een Voss, twee Vöss. Allerdings gibt es im Vokabular auch Lücken, speziell im Bereich der Pflanzen und Tiere. Da ist maches unklar, anderes nur wenig bekannt oder gar ausgestorben. Weiterlesen

A mit und ohne Kringel

200px-a-mit-kringelDas plattdeutsche lange A hat eine ungewöhnliche Aussprache. Es ist dunkler als das hochdeutsche A und es steht irgendwo zwischen dem A und dem O. Wie klingt das? Etwa so wie das a im englischen „all“. Oder, hmm, so wie das dänische å. Und so kommt dann schnell mal der Vorschlag auf, man solle das auf Platt auch so schreiben. Zum Beispiel måken (machen), Såk (Sache) usw. Durchgesetzt hat sich das nicht und auch ich halte nicht viel davon. Warum? Weiterlesen

De eerste Tourist in Ellerau

Urban_backpacking_200pxIk weer jüst an’t Arbeiden, vun to Huus, wat ik af un an maken kann, so as Programmerer. Un as ik hoochkiek vun mien Schrievdisch, ut mien Finster, dor seh ik en Rucksacktouristen. Mit den sworen Gang vun en Backpacker as dat op Ingelsch heten deit. Dat kenn ik noch. In Niegseeland hebb ik dat faken sehn, dat weer 2001. Ach, dat weer schöön dor. Ik kiek wedder op mien Reekner. Un as ik so över mien Programm nadenken dei, dor fangt achtern in mien Programmererbrägen wat an to arbeiden.

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Dree Mathematikers gaht na den Dörpskrog

200px-Irish_pubDree Mathematikers gaht na den Dörpskrog. De Kröger fraagt: wüllt ji all wat to drinken hebben?

De eerste Mathematiker antert: Weet ik nich.

De tweete Mathematiker seggt: Weet ik ok nich.

De drüdde seggt jo.

Un wenn ji ok Mathematikers sünd, denn is hier de richtige Steed, üm to lachen… Woso? För de Lüüd, de sik nich to de Mathematikers tellt, un de ok lachen wüllt, schall ik dat verkloren.

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Sprachen retten: zum Beispiel Kornisch

Flag_of_Cornwall_200pxBei Manx war es schon knapp. Bei Kornisch sah es noch düsterer aus. Kornisch ist die einheimische Sprache von Cornwall, einer Halbinsel im Südwesten Englands. Nach der Eroberung Cornwalls durch die Angelsachsen kam die Sprache immer stärker unter Druck. Im Laufe der Jahrhunderte verschob sich die Sprachgrenze immer weiter in den äußersten Südwesten der Halbinsel.

Die letzten Sprecher

Als letzte Muttersprachlerin wird oft Dolly Pentreath genannt, die im Jahre 1777 verstarb. Allerdings fanden sich auch nach ihr noch Menschen, die Kornisch zumindest noch ein wenig konnten. Namentlich bekannt sind John Davey (gestorben 1890) und Alison Treganning (gestorben 1906). Tonbandaufnahmen (wie bei Manx) konnte man bei Kornisch nicht machen, die Technik gab es noch nicht. Und was kam dann?

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Sprachen retten: zum Beispiel Manx

Kann man eine Sprache ohne Muttersprachler wiederbeleben?

Wappen der Insel ManUm das Plattdeutsche steht es nicht zum besten und die Totenglocken für diese Sprache wurden schon oft geläutet. Ist es schon zu spät, diese schöne Sprache zu retten?

Nein, natürlich ist es nicht zu spät. Es gibt immer noch Muttersprachler, viele Menschen können Platt zumindest einigermaßen verstehen, es gibt eine reichhaltige Literatur und die Sprache ist gut dokumentiert. Aber was wäre, wenn die letzten Muttersprachler schon gestorben wären? Wäre es dann zu spät?

Andere Sprachen waren schon einmal so weit heruntergekommen: der letzte bekannte Muttersprachler war gestorben. Was kann man dann noch tun?

Fallbeispiel Manx

Zwischen Großbritannien und Irland liegt die kleine Insel „Isle of Man“. Mit 572 Quadratkilometern ist sie etwas größer als Malta, sie hat aber nur 85.000 Einwohner. Auf Man gibt es eine einheimische keltische Sprache, genannt „Manx“, ein Verwandter des Irischen. Und 1974 ist diese Sprache mit Ned Maddrell gestorben. Er war der letzte Sprecher, der diese Sprache als Kind gelernt hatte, und er war noch nicht einmal Muttersprachler gewesen.

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