Zählen op Platt: die Zahlen von 11 bis 20

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Geld zählenLetztes Mal haben wir gelernt, auf Plattdeutsch bis 10 zu zählen. Heute geht es weiter, bis 20. Und das geht so:

11 – ölven, 12 – twölf, 13 – dörteihn, 14 – veerteihn, 15 – föffteihn, 16 – sössteihn, 17 – söventeihn, 18 – achtteihn, 19 – negenteihn, 20 – twintig

Echte Überraschungen sind da keine bei.

Wie im Hochdeutschen haben die 11 und die 12 ein eigenes Wort. Danach kommen Zusammensetzungen auf -teihn, genauso wie die 10 op Platt ja auch teihn heißt.
Ein paar kleine Anmerkungen:

b oder v?

Wie letztes Mal gibt es auch hier Varianten mit v und mit b, so findet man auch ölben und söbenteihn. Bei ölben ist das ungewöhnlich. Hier gab es in der Sprachgeschichte kein b, das sich in den meisten Gegenden zum v verschliffen hätte. Hier ist die Entwicklung rückwärts verlaufen.

Unterschiede zu den Zahlwörtern von 1 bis 10

Die Vokale bei 13 und 15 sind etwas anders als bei 3 – dree und 5 – fief. Wir werden das dör- und föff- nächstes Mal wiedertreffen, wenn wir die Zehner kennenlernen. Es heißt 30 – dörtig und 50 – föfftig.

Foffteihn oder föffteihn?

Bei der 15 – föffteihn ist noch die Variante foffteihn zu nennen. Ich kenne das auch nur so, aber meine schlauen Bücher behaupten steif und fest, dass föffteihn die häufigere Form ist.

Föffteihn maken

Beliebt ist die Redewendung föffteihn maken. He maakt föffteihn heißt: er macht gerade eine kurze Pause.

So, ik maak jetzt ok foffteihn/föffteihn, un denn laadt ik dissen Text hooch.
Nächstes Mal lernen wir die Zehner und damit können wir dann bis 100 zählen.

Born vun dat Bild: Velen Dank an Tennekis, Wikimedia Commons/     BaristaCountingTips.jpg, Lizenz. Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported licence.

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