Sprachen retten: zum Beispiel Kornisch

Flag_of_Cornwall_200pxBei Manx war es schon knapp. Bei Kornisch sah es noch düsterer aus. Kornisch ist die einheimische Sprache von Cornwall, einer Halbinsel im Südwesten Englands. Nach der Eroberung Cornwalls durch die Angelsachsen kam die Sprache immer stärker unter Druck. Im Laufe der Jahrhunderte verschob sich die Sprachgrenze immer weiter in den äußersten Südwesten der Halbinsel.

Die letzten Sprecher

Als letzte Muttersprachlerin wird oft Dolly Pentreath genannt, die im Jahre 1777 verstarb. Allerdings fanden sich auch nach ihr noch Menschen, die Kornisch zumindest noch ein wenig konnten. Namentlich bekannt sind John Davey (gestorben 1890) und Alison Treganning (gestorben 1906). Tonbandaufnahmen (wie bei Manx) konnte man bei Kornisch nicht machen, die Technik gab es noch nicht. Und was kam dann?

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Sprachen retten: zum Beispiel Manx

Kann man eine Sprache ohne Muttersprachler wiederbeleben?

Wappen der Insel ManUm das Plattdeutsche steht es nicht zum besten und die Totenglocken für diese Sprache wurden schon oft geläutet. Ist es schon zu spät, diese schöne Sprache zu retten?

Nein, natürlich ist es nicht zu spät. Es gibt immer noch Muttersprachler, viele Menschen können Platt zumindest einigermaßen verstehen, es gibt eine reichhaltige Literatur und die Sprache ist gut dokumentiert. Aber was wäre, wenn die letzten Muttersprachler schon gestorben wären? Wäre es dann zu spät?

Andere Sprachen waren schon einmal so weit heruntergekommen: der letzte bekannte Muttersprachler war gestorben. Was kann man dann noch tun?

Fallbeispiel Manx

Zwischen Großbritannien und Irland liegt die kleine Insel „Isle of Man“. Mit 572 Quadratkilometern ist sie etwas größer als Malta, sie hat aber nur 85.000 Einwohner. Auf Man gibt es eine einheimische keltische Sprache, genannt „Manx“, ein Verwandter des Irischen. Und 1974 ist diese Sprache mit Ned Maddrell gestorben. Er war der letzte Sprecher, der diese Sprache als Kind gelernt hatte, und er war noch nicht einmal Muttersprachler gewesen.

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